Erneuter Schulterschluss für den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes in Schleswig-Holstein: Vertreterinnen und Vertreter von 47 Unternehmen und Institutionen haben am 06.10. in einem neuen „Memorandum 2.0“ ihren Willen bekräftigt, den Glasfaserausbau im echten Norden weiter voranzubringen – und zugleich den Fokus stärker auf die tatsächliche Nutzung und die Qualität der vorhandenen Infrastruktur zu richten.
„Wir sind beim Glasfaserausbau vor allem deshalb seit Jahren bundesweit an der Spitze, weil wir früh die richtigen Weichen gestellt haben. Und eine Versorgungsquote von 86 Prozent zeigt, wie weit wir inzwischen gekommen sind“, sagte Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen gestern (7. Oktober) in Kiel. Das Memorandum war am Abend des 06.10. bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein unterzeichnet worden.
Neue Ausbauzahlen belegen Schleswig-Holsteins Spitzenposition im Glasfaserausbau
Nach den Worten von Madsen beginne nun die nächste Etappe: „Wir wollen dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen und Unternehmen die vorhandene Glasfaserinfrastruktur auch tatsächlich nutzen. Das Memorandum gibt diesem gemeinsamen Ziel einen neuen Rahmen.“ Wie weit Schleswig-Holstein seit der Gründung des Bündnisses im Jahr 2018 gekommen ist, zeigen auch die aktuellen Ausbauzahlen, die das BKZ.SH am Mittwoch (7. Oktober) veröffentlichte. Während damals rund 35 Prozent der Haushalte über eine anschlussfähige Glasfaserinfrastruktur verfügten, liegt der Anteil der Hausadressen, an denen Glasfaser mindestens an der Straße verfügbar ist, inzwischen bei 86 Prozent. 56 Prozent der Hausadressen sind bereits tatsächlich an das Glasfasernetz angeschlossen. Damit bleibt Schleswig-Holstein das Flächenland mit der höchsten Glasfaserverfügbarkeit in Deutschland. Auch die sogenannte Take-up-Rate, also der Anteil der möglichen Anschlüsse, die tatsächlich ins Haus gelegt und genutzt werden, liegt mit 65 Prozent im Bundesvergleich auf einem besonders hohen Niveau.
Wie Madsen weiter betonte, seien die verbleibenden Prozentpunkte beim Glasfaserausbau die anspruchsvollsten. Dazu zählen insbesondere schwer erschließbare Gebiete sowie Regionen, in denen die Nachfrage noch hinter der technischen Verfügbarkeit zurückbleibt. Gleichzeitig rückt eine weitere Zukunftsaufgabe stärker in den Mittelpunkt: der schrittweise Übergang von den bisherigen Kupfernetzen zur Glasfaserinfrastruktur.
Gemeinsam die nächste Etappe gestalten
Für das Breitband-Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein (BKZ.SH) bedeutet das neue Memorandum zugleich Auftrag und Ansporn. Als zentrale Koordinierungs- und Beratungsstelle begleitet das BKZ.SH den Glasfaserausbau im Land seit vielen Jahren, vernetzt die beteiligten Akteure und unterstützt Kommunen bei den anstehenden Herausforderungen. Künftig wird es verstärkt darum gehen, die Nutzung bestehender Netze voranzubringen, den Übergang von Kupfer zu Glasfaser zu begleiten und gemeinsam Lösungen für die letzten Versorgungslücken zu entwickeln.
Die bisherige Erfolgsgeschichte zeigt, was durch die enge Zusammenarbeit von Land, Kommunen und Telekommunikationswirtschaft möglich ist. Mit dem Memorandum 2.0 setzen die Bündnispartner diese Zusammenarbeit fort und schaffen eine gemeinsame Grundlage für die nächsten Schritte. Das BKZ.SH wird diesen Prozess weiterhin aktiv begleiten und mitgestalten – damit Schleswig-Holstein nicht nur beim Glasfaserausbau an der Spitze bleibt, sondern auch bei der Nutzung seiner digitalen Infrastruktur Maßstäbe setzt.







