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Aufgaben des Breitband-Kompetenzzentrums Schleswig-Holstein

Das Breitband - Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein (BKZSH) ist eine gemeinsame Einrichtung des Städtetages Schleswig-Holstein, des Städtebundes Schleswig-Holstein, des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages und des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages. Das BKZSH als zentrale Beratungs- und Koordinierungsstelle des Landes, der Kommunen und der kommunalen Gebietskörperschaften des Landes sorgt mit seiner bundesweit bisher einmaligen Einbindung in kommunale Strukturen für eine hohe Akzeptanz.

Seine Hauptaufgabe sieht das BKZSH in der umfassenden Beratung, Begleitung und Unterstützung der Akteure in Schleswig-Holstein, die den Ausbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes vorantreiben und dazu beitragen, dass Schleswig-Holstein bis 2030 mit schnellstem Breitband versorgt wird, um den technologischen Anforderungen an das Internet von morgen zu genügen und zugleich den Wirtschaftsstandort und die Attraktivität des ländlichen Raumes massiv aufzuwerten.

 Das BKZSH übernimmt dabei die zentrale Rolle als Beratungsstelle, Wissensvermittler und Netzwerker.

Wesentliche Ziele des BKZSH sind:

  • Die Information und Beratung der Akteure zur Verfügbarkeit des Breitbandnetzes,
  • das Aufzeigen der Wege und Möglichkeiten zur Planung eines NGA Netzes (Next Generation Access) als Breitbandnetz der nächsten Generation,
  • sowie die Begleitung der Schritte auf dem Weg vom Ausbau bis zum Betrieb.

Mit sieben Mitarbeitern übernimmt das Zentrum die Erstberatung der Kommunen, erstellt landesweite Übersichten zum Ausbau, stellt Daten- und Planungsgrundlagen bereit (Breitband-Informationssystem Schleswig-Holstein - BISH), arbeitet am Aufbau einer landesweiten Baustellendatenbank und organisiert Veranstaltungen.

Das BKZSH setzt seit seiner Gründung 2010 konsequent Geodaten in allen Beratungs- und Planungsmaßnahmen ein. Mitte 2014 wurde mit dem BISH (Breitband-Informationssystem Schleswig-Holstein) eine neue Geodatenplattform als Auskunftssystem für den interessierten Bürger und Planungswerkzeug für die kommunalen Breitbandprojekte an den Start gebracht. Der Betrieb und die Weiterentwicklung des BISH  gehören zu den zentralen Aufgaben des BKZSH. Neben der umfangreichen Auskunftsfunktion ist das Ziel des BISH, die Infrastrukturanbieter zu koordinieren, um daraus Kooperationen zur Nutzung aller Synergien im Tiefbau und in der Planung von Netzen zu entwickeln. Nur so kann ein kostengünstiger Ausbau der Netze in Schleswig-Holstein gelingen.

Die zahlreichen Veranstaltungen, wie Beteiligung an Regionalkonferenzen, Organisation regionaler Arbeitskreise sowie die Durchführung von Beratertagen und Kommunalen Workshops, schließen die Betreuung von Zweckverbänden und Stadtwerken bei der Umsetzung von Breitbandprojekten mit ein.

Hierzu kooperiert das Breitband-Kompetenzzentrum eng mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein.

Die Experten des BKZSH beraten Sie bei allen grundsätzlichen Fragen zum Thema Breitband. Der Zugang zu georeferenzierten Daten bietet eine transparente Information zur aktuellen regionalen Versorgungslage sowie eine qualifizierte Unterstützung in der Umsetzung.

10 Fakten über Breitband

  1. Die Art und Qualität der Breitband-Infrastruktur ist entscheidend für die Versorgung mit schnellem Internet.
  2. Es gibt eine überschaubare aber wachsende Zahl an Infrastrukturinhabern, zu denen neben der Telekom und den Kabelfernsehnetzinhabern auch regionale Glasfasernetzinhaber wie z.B. Stadtwerke gehören.
  3. Die Zahl der Anbieter von Telekommunikationsdiensten (wie Telefonie, Internet, TV) ist um ein vielfaches höher.
  4. Das Kupfernetz (der Telekom) hat aufgrund physikalischer Eigenschaften (Dämpfung) eine begrenzte Reichweite und kann besonders den ländlichen Raum nicht mit schnellem Internet versorgen.
  5. Glasfasernetze erzielen hohe Reichweiten bei nahezu unbegrenzten Bandbreiten und sind im Weitverkehrsnetz (den Daten-Autobahnen) schon seit Jahrzehnten im Einsatz.
  6. Auch das Mobilfunknetz benötigt aufgrund der rasant zunehmenden Zahl mobiler Endgeräte Glasfaseranbindungen der Funktürme, um die Datenflut zu bewältigen.
  7. Der Telekommunikationsmarkt ist ein freier Markt.
  8. Die öffentliche Hand darf nur bei Marktversagen in den freien Telekommunikationsmarkt unterstützend eingreifen.
  9. Für das Eingreifen der öffentlichen Hand in den Telekommunikationsmarkt gibt es Regelungen, die einzuhalten sind (Breitband-Leitlinien der EU, NGA-Rahmenregelung Bund).
  10. Mit Unterstützung des BKZSH gelingt den kommunalen Initiativen der Weg durch den Breitband-Dschungel.

 

Wir beraten Sie gern!