Breitband-Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein


Informationen zum Breitbandatlas

Der Breitbandatlas vereinigt alle relevanten und verfügbaren räumlichen Informationen zum Thema Breitband und Breitbandausbau in Schleswig-Holstein.

Ziel des Atlas ist es, die aktuelle Breitbandversorgung, die vorhandene Breitbandinfrastruktur und die für den Breitbandausbau nutzbaren Baumaßnahmen und Leerrohre in Schleswig-Holstein in einer zentralen Anwendung zur Verfügung zu stellen, um alle Akteure beim Ausbau schneller Breitbandversorgung in Schleswig-Holstein bestmöglich zu unterstützen. Der Breitbandatlas wird fortlaufend aktualisiert.

Der Breitbandatlas stellt die Verfügbarkeit mit Breitband-Internet in Schleswig-Holstein aufgeteilt nach den verschiedenen Breitbandtechnologien dar.

Im Baustellenatlas finden sich geplante Baumaßnahmen, die für den Breitbandausbau genutzt werden können und sich für eine Mitverlegung von Leerrohren oder Glasfaserkabeln eignen.

Der Glasfaseratlas enthält Breitbandinfrastruktur (Glasfasertrassen, Verteilereinrichtungen, Funkmaststandorte), die für eine Mitnutzung offensteht. Die Inhalte des Glasfaseratlas dürfen aufgrund einer Rahmenvereinbarung mit den Anbietern nicht mit anderen Fachinformationen überlagert werden. Sie werden daher separat im Glasfaseratlas dargestellt.

Breitbandatlas

Die Breitbandverfügbarkeit in Schleswig-Holstein wird nach den Breitbandtechnologien aufgeschlüsselt dargestellt.

DSL

Ein sehr hoher Anteil aller Internet-Breitbandzugänge wird über die vorhandenen Telefonleitungen realisiert. Die Verfügbarkeit von DSL hängt von der Länge und Qualität der Kupfertelefonleitungen von der Verteilerstelle bis ins Haus ab.

Für die meisten Endkunden ist derzeit ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line), ein asymmetrisches Datenübertragungsverfahren der Standard. Asymmetrisch bedeutet, dass schneller Daten herunter-, denn ins Internet hochgeladen werden können.

„DSL-Daten“ werden auf den Leitungen ab einer Frequenz von 138 KHz übertragen, damit die parallel dazu laufenden Telefongespräche nicht gestört werden. In dieser „Signalaufteilung“ liegt die Limitierung der DSL-Zugänge begründet. Höhere Frequenzen werden im Kupferkabel stärker absorbiert, Techniker sprechen hier von der Dämpfung. Generell gilt: Je weiter ein Teilnehmer von der Vermittlungsstelle entfernt ist, desto niedriger ist die maximal erzielbare Datenübertragungsrate. Bedingung für die Verfügbarkeit von DSL ist eine geringe Dämpfung der Teilnehmeranschlussleitung (gemessen in dB). Bei einer durchschnittlichen Anschlussleitung kann eine Dämpfung von 10 dB/km als grober Richtwert angenommen werden.

Bei einer Dämpfung von rund 15 dB lassen sich Anschlüsse von 6.000 Kbit/s und höheren Raten schalten, bis 45 dB werden noch 1.000 Kbit/s erreicht, ab 55 dB ist das Signal nicht mehr nutzbar. So kann die Reichweite der DSL-Verfügbarkeit einfach ermittelt werden. Bis 1.500 m Kabellänge sind schnelle Internetzugänge möglich, bis 4.500 m maximal 1.000 Kbit/s, danach endet eine DSL-Nutzung. Da Kabel natürlich nicht in gerader Linie zu den Anschlüssen verlegt sind, sondern meist dem Verlauf von Straßen folgen, reduziert sich die „effektive“ Reichweite um rund ein Viertel der Strecke.

Die Ermittlung der DSL-Verfügbarkeit für den Breitbandatlas erfolgte mittels Modellierung in Abhängigkeit von der Entfernung zum Hauptverteiler. Eine stichprobenhafte Überprüfung der Modellergebnisse vor Ort ergab eine hohe Übereinstimmung der modellierten mit den realen Bedingungen. Die Karten der DSL-Verfügbarkeit sind im Maßstabsbereich von 1:100 bis 1:250.000 sichtbar.

Dargestellt wird die DSL-Verfügbarkeit als Bandbreite im Download in 4 Klassen.


 

 

 

 

 

Kabel-TV

Auch das Fernsehkabel kann für einen Breitbandanschluss genutzt werden. Ursprünglich nur für das Empfangen von TV und Radio ausgelegt, besteht dort, wo das Kabelfernseh-Netz rückkanalfähig (bidirektional) ausgebaut ist, auch die Möglichkeit einen Internet-Zugang zu erhalten. Der internationale Datenübertragungsstandard DOCSIS (Data Over Cable Service Interface Specification) legt die Anforderungen für Datenübertragungen in einem Breitbandkabelnetz fest. Breitbandinternet über das Kupferkoaxialkabel des Kabelfernsehanbieters ist vor allem in Städten, deren Randgebieten und Ballungsräumen verfügbar. Grundlage für die Darstellung der Gebiete mit Verfügbarkeit von Breitbandinternet über Kabel-TV in Schleswig-Holstein sind Analysen basierend auf Angaben des Bundesbreitbandatlas sowie eigenen Daten des BKZSH.

Dargestellt werden Gebiete, in denen mit hoher Wahrscheinlichkeit Breitbandinternet über Kabel-TV verfügbar ist.

 Legende kabelfernsehen

Baustellenatlas

Der Baustellenatlas Schleswig-Holstein enthält über 100 geplante Baumaßnahmen in den Jahren 2011 bis 2015, bei denen über eine Mitverlegung von Leerohren oder Glasfaserkabeln erhebliche Kostenersparnisse beim Aufbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen erzielt werden können.

Die Baustellen werden im Baustellenatlas je nach Rahmenbedingungen als Punktobjekt mit Baustellensymbol oder als Linienobjekt mit roter Signatur dargestellt. An die Objekte sind weiterführende Informationen wie die Art der Baumaßnahme, die Länge des Bauabschnitts, der Zeitraum der Baudurchführung sowie ein direkter Ansprechpartner angehängt, die durch Anklicken abgefragt werden können.

Es gibt zwei Arten der Darstellung der Baumaßnahmen:

Punktobjekt (Baustellensymbol): Darstellungsmaßstab 1:100.000 und kleiner
Linienobjekt (rote Liniensignatur): Darstellungsmaßstab 1:25.000 und kleiner

 

 

 

 

Glasfaseratlas

Schleswig-Holstein ist das erste Bundesland, das über einen Glasfaseratlas verfügt. Der Glasfaseratlas dokumentiert über 2.500 km Glasfasertrassen von fünf Carriern (E.ON Hanse; DB Kommunikationstechnik; GlobalConnect; GasLine; AKN Eisenbahn). Zusätzlich werden die Standorte von fast 15.000 Verteilereinrichtungen der Telekom Deutschland GmbH dargestellt. Der Glasfaseratlas basiert auf einer Kooperationsvereinbarung mit diesen Anbietern vom April 2009, die Ministerpräsident Carstensen angeregt hatte. Damit eröffnen sich für die Verantwortlichen in den Kommunen zusätzliche Möglichkeiten, vorhandene Infrastrukturen für einen Ausbau der Breitbandversorgung zu nutzen.

Aus Gründen der Sicherheit werden die Infrastruktureinrichtungen ab einer bestimmten Vergrößerung ausgeblendet. Die Glasfaserleitungen und andere Infrastruktureinrichtungen werden bis zu einem Maßstab von 1:20.000 und kleiner, die Kabelverzweiger der Telekom Deutschland GmbH im Maßstabsbereich von 1:30.000 bis 1:50.000, die Hauptverteiler der Telekom Deutschland GmbH im Maßstabsbereich von 1:30.000 bis 1:100.000 dargestellt. Zusätzlich ist die Lage punktförmiger Infrastrukturstandorte mit einem Zufallswert geringfügig verändert worden.

Wenn Sie Interesse an der Mitnutzung der Infrastruktur haben, können Sie mit den Ansprechpersonen in Kontakt treten. Wie Sie die Kontaktinformationen erhalten, erfahren Sie in der Hilfe.



Navigation